Zur Reise: Segelsaison 2026

Wir sind weiterhin Marina Gäste

21. Mai 2026

Das Dinghi, das uns eigentlich schon vorgestern zugesagt worden war, kam gestern Mittag endlich bei uns an – ein Ersatz-Dinghi, bis unser richtiges in ein paar Wochen geliefert werden soll.

Wir freuten uns riesig: ein weiterer Schritt Richtung Freiheit und Leinen los. Voller Elan zogen wir es an unserer Dinghi-Halterung hoch … nur um wenige Minuten später festzustellen, dass das Beiboot Luft verliert.

Also wieder runter damit. Ungläubig lachen und versuchen, auch diesen weiteren Rückschritt mit Humor zu nehmen.

Unsere Schwimmwesten, die eigentlich schon im Winter zur Prüfstelle hätten gebracht werden sollen und die wir nach unserer Ankunft hier abgegeben haben, sind irgendwo in Athen verschollen – darunter auch zwei, die wir erst letztes Jahr neu gekauft hatten.

Bis gestern Abend bekamen wir dann immerhin ein nigelnagelneues Dinghi, und auch die Schwimmwesten sind offenbar wieder aufgetaucht. Wegen der Feiertage hier auf Korfu werden sie es aber vorläufig wohl nicht bis zu uns schaffen. Dabei möchten wir nächste Woche unbedingt rausfahren, wenn meine Tochter und ihr Partner uns für eine Woche besuchen kommen.

Es ist so lieb, wie unsere Freunde von der Anjna an unserer «Pechsträhne» Anteil nehmen. Sofort haben sie uns angeboten, ihre Schwimmwesten auszuleihen – sie reisen am Wochenende ohnehin zurück in die Schweiz. Morgen, am Freitag, kommen sie von ihrem Törn zurück. Damit ist für uns klar: Vor der Ankunft von Anita und Patrick werden wir die Marina wohl kein einziges Mal per Schiff verlassen haben.

Das hatten wir uns ehrlich gesagt anders vorgestellt. Auf unserer To-do-Liste hätten wir bis zur Ankunft unserer Gäste sogar schon die Montage der neuen Solarpanels abgehakt . Jä nu … es ist, wie es ist. Keine Tragik. Geduld ist wohl etwas, das man lernen kann.

Vorgestern machten wir einen Ausflug mit dem Bus in die Stadt. Korfu-Stadt gefällt mir ausserordentlich gut: die Farben, die alten Strassen, Häuser und bunten Geschäfte, die verwinkelten Gassen – und über allem die Rufe der vielen Mauersegler.

Wir haben es richtig genossen.

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