Zur Reise: Segelsaison 2026

Tag für Tag Gewitterstimmung

26. Juni 2026

Nun hat auch uns die Sommerhitze eingeholt. Vor einer Woche hatten wir hier noch angenehmere Temperaturen als unsere Lieben zu Hause in der Schweiz. Doch inzwischen schwitzen auch wir vor uns hin. Fast täglich türmen sich am Nachmittag dunkle Wolken auf, und irgendwo grollt es schon wieder. Weil diese Gewitter oft schwer vorhersehbar sind, bleiben wir lieber an unserer sicheren Mooring und warten geduldig auf freundlicheres Wetter.

Auch in unserer Dinghi-Geschichte ziehen weiterhin dunkle Wolken über Kapitän Peters Kopf. Wieder einmal hat sich ein Versprechen von Agriris als leere Luft erwiesen. Das Dinghi wurde nicht geliefert, und mittlerweile vermuten wir sogar, dass es nie bestellt wurde. Bezahlt ist es jedenfalls schon seit letztem Herbst. Für die vergangene Woche hatten wir zwar einen Ersatz zur Verfügung, doch dieser konnte mit unserem gewohnten Komfort nicht mithalten. In einer Woche fahren wir zurück in die Schweiz – und vermutlich immer noch ohne neues Dinghi.

Zum Glück haben wir dafür eine wunderschöne Woche mit unseren Gästen erlebt.

Der erste Tag nach ihrer Ankunft zeigte sich ebenfalls von seiner gewittrigen Seite. Deshalb entschieden wir uns für einen Ausflug zu den Gärten der Kaiserin Sisi. Am Abend schlenderten wir durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und genossen die besondere Atmosphäre.

Am Donnerstag hiess es dann endlich: Leinen los! Unser Kurs führte uns Richtung Plataria. Bei Babis hatten wir bereits einen Liegeplatz und ein Auto für den nächsten Tag reserviert. Per WhatsApp empfahl er uns einen Fisch für das Nachtessen – und tatsächlich war dieser ein kulinarischer Volltreffer.

Am nächsten Morgen machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Dodoni.  Dort befinden sich die Ruinen eines antiken Orakels, das sogar noch älter sein soll als das berühmte Delphi. Fernab der grossen Touristenströme genossen wir diesen geschichtsträchtigen Ort mit seiner beeindruckenden Natur und der vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt.

Der Legende nach wurden die Weissagungen einst aus dem Rauschen der Eichenblätter gelesen. Noch heute stehen dort einige mächtige, alte Eichen, die dem Ort eine ganz besondere Ausstrahlung verleihen. Wir alle waren von der Stimmung und der Kraft dieses Platzes tief berührt.

Nicht weniger eindrücklich war unser Ziel am Nachmittag. Wir fuhren weiter zum Acheron River und wanderten entlang des rechten Ufers flussaufwärts Richtung Quelle. Die üppige Natur verzauberte uns auf Schritt und Tritt. Dazu hatten wir das Glück, zwei Wasserschlangen und mehrere Frösche beobachten zu können.

Am Ende des Weges wagten sich die beiden Jungen mutig ins quellenfrische Wasser, das direkt aus dem Berg hervorsprudelt. Wir beiden Älteren begnügten uns lieber mit einem erfrischenden Fussbad – was bei den Temperaturen völlig ausreichend war. 

Die übrigen Tage unseres Törns verbrachten wir in Lakka, Parga und in der zauberhaften Notos Bay. 

Es waren Tage voller schöner Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und vieler kleiner Momente, die in Erinnerung bleiben werden.

Viel zu schnell war die gemeinsame Woche vorbei, und schon lagen wir wieder in der Marina. Nicht zuletzt deshalb, weil erneut Gewitter angekündigt wurden. Den letzten Abend verbrachten wir noch einmal gemeinsam in der Altstadt von Korfu,

bevor sich unsere Wege wieder trennten.

Nun geniessen wir unsere letzten Tage vor der Rückreise in die Schweiz. Mal verbringen wir sie in der Marina, mal ankern wir noch einmal in einer schönen Bucht und lassen die vergangenen Monate Revue passieren.

Am 3. Juli bringt uns die Fähre nach Ancona. Von dort aus geht es zurück in die Heimat. Griechenland sagen wir deshalb nicht «Auf Wiedersehen», sondern vielmehr «Bis bald» – denn schon im August kehren wir zurück.

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